Dienstag, 19. Dezember 2017

Baum fällt!

Das Ybbshäuschen war, wie ihr vielleicht im letzten Beitrag schon feststellen konntet, ziemlich zugewuchert. Vor allem drei über 20m hohe Fichten spendeten im Sommer zwar schönen Schatten, hatten aber doch auch so einige Nachteile.



Einerseits machten sie unheimlich viel Mist (alle 14 Tage eine Schubkarre voll Fichtennadeln aus dem Garten und den Dachrinnen entfernen zu müssen macht echt keinen Spaß), andererseits gefährdeten die großen Äste bei stärkerem Wind auch das Dach. Schon kurz nachdem wir eingezogen waren haben wir mit Hilfe eines Nachbarn die Äste die dem Dach am nächsten kamen entfernt.


In der Küche hatten wir auch nicht wirklich viel Tageslicht, da die Bäume hier einfach im Weg standen. Für uns stand also relativ schnell fest dass die Bäume weg müssen.

Nachdem die Entscheidung gefallen war, war noch die Frage nach dem wie zu klären. Die Bäume waren so hoch, dass es nicht möglich gewesen wäre sie zu fällen ohne dem Nachbarhaus, unserem Haus oder einer Stromleitung gefährlich nahe zu kommen. Glücklicherweise hat ein ehemaliger Arbeitskollege von Jan sich darauf spezialisiert, Bäume in solchen beengten Situationen zu fällen indem er von einer Hebebühne aus die Stämme Meter für Meter von oben herab abträgt.


Eines Freitagnachmittags im Oktober rückte also schweres Gerät im Ybbshäuschen an.
Nach ca. 20 min war die Hebebühne an Ort und Stelle positioniert und so gesichert dass die Arbeit gefahrlos möglich war.

 


Zuerst wurden mittels Hochentaster die mächtigen Äste entfernt. Besonders bei dem einen Baum der nur wenige Meter vom Haus entfernt stand, konnten wir mit zunehmender Faszination beobachten mit wieviel Feingefühl hier in 20m Höhe mit schweren Maschinen gearbeitet wurde.

 

Die Äste fielen wohldosiert an der jeweils gewünschten Stelle zu Boden. Dadurch entstand auch gleich ein Polster, auf den in weiterer Folge die auf ca. 1m abgelängten Stamm-Stücke fallen sollten.
Auch das Abtragen des nun "nackten" Baumstamms wurde sehr sorgfältig durchgeführt.


Nach etwa vier Stunden Arbeitszeit waren unsere Baume pünktlich zu Einbruch der Dunkelheit bis auf Reststämme von ca. 2-3m Höhe gefällt. Diese Überreste waren rudum in Reisig "vergraben" - so wie auch ein ziemlich großer Rest unseres Gartens!


Im Laufe der nächsten Wochen arbeiteten wir das geschlägerte Holz auf. Nachdem das Reisig (und es ist unvorstellbar wieviel Reisig hier wirklich anfiel) beseitigt war konnten wir auch noch die verbleibenden Stämme fällen.





Für die nächsten Winter ist der Brennholzvorrat somit jedenfalls gesichert!

Nach dem Fällen der drei größten Bäume haben wir jetzt auch wesentlich mehr Licht in Haus und Garten.


Zwischen den großen Bäumen war auch noch eine deutlich kleiner Fichte, die wir eigentlich stehen lassen wollten. Nach einigen Monaten (und dem ersten größeren Sturm) hat der Baum sich aber so gefährlich geneigt dass wir kurzen Prozess gemacht und ihn ebenfalls gefällt haben.

 

Da wir dann schon so schön in Fahrt waren haben wir noch gleich einen weiteren Baum beseitigt.



Das wars dann aber auch fürs erste mit unseren forstwirtschaftlichen Aktivitäten - bis zum nächsten Mal!

P.S.: Nachdem wir mit der Arbeit von Herrn Gangl so uneingeschränkt zufrieden waren, hier auch noch der Link zu seiner Hompage, versehen mit dem ganz klaren Prädikat "empfehlenswert": http://www.gangl.co.at/

P.P.S.: Entschuldigt die teilweise sehr schlechte Bildqualität - die Fotos entstanden mit einer billigen Handykamera bei oft recht ungünstigen Lichtverhältnissen. Baustelle halt :-)

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